30-Jahr-Jubiläumsreise «Chartres 2018»

DIES WAR DIE LETZTE REISE NACH CHARTRES IN DIESER FORM

30 Jahre lang hatte ich das Privileg, meine Komposition für Violine solo an diesem besonderen Ort spielen und mit einer Gruppe Zuhörer*innen teilen zu dürfen. Mit der letzten Reise im Oktober 2018 schliesst sich ein Kreis und es endet eines meiner wichtigsten, intensivsten, nachhaltigsten, herausforderndsten und beglückendsten Projekte – zumindest in dieser Form. Denn Wolfgang Larcher geht in Pension und zieht sich zurück.

1988 bis 2018 – Dank der schicksalshaften Begegnung mit dem Chartres-Eingeweihten Wolfgang Larcher, der sowohl inhaltlich die Musik wesentlich mitprägte, wie auch mir vor Ort Tür und Tor zu öffnen half und es damit der Musik überhaupt erst ermöglichte, in diesen heiligen Hallen Gestalt anzunehmen und diese zum Klingen zu bringen, durften wir jedes Jahr mit einer jeweils geschlossenen Gruppe nicht nur diese Musik an ihrem Entstehungsort immer wieder neu live erleben, sondern an den wachsenden Kreisen der Wahrnehmung und Erkenntnis dieses aussergewöhnlichen Menschen teilhaben: Wolfgang Larcher, Kunsthistoriker der anderen Art, geistbeseelter Begleiter in der Annäherung an die Geheimnisse der Kathedrale, lebte und arbeitete über 40 Jahre lang für das Thema Chartres.

Es erfüllt mich nach all den Jahren natürlich mit Traurigkeit, dass diese Aera nun zu Ende geht. Im Wissen jedoch, dass sich uns beiden damit neue Wege und Pforten eröffnen werden, kann ich seinen Entscheid gerne annehmen und mich mit ihm und seiner Familie auf einen neuen Lebensabschnitt freuen.

Vor allem aber fühle ich eine tiefe Dankbarkeit für Wolfgangs ebenso intensive wie freundschaftliche Begleitung auf meiner musikalischen und geistigen Pilgerreise. – Von Herzen Dank!

…so spielte ich vor 30 Jahren im Labyrinth (hier klicken)

 


Beglückendes Neujahrskonzert «StilleKlangRaumZeit»

Dies waren die Worte, die der Veranstalter von `Klangreich` Christian Brühwiler an die Menschen in der vollbesetzten Alten Kirche Romanshorn richtete:

Herzlich willkommen im neuen Jahr – wir alle beginnen es mit Erwartungen, Wünschen, Sehnsüchten, vielleicht auch mit Ängsten. Erfahrungsgemäss hält es immer Vieles für uns bereit, Vertrautes wie auch Unerwartetes, Wohliges und Erschütterndes, Freudiges und Unliebsames – wie diese Musik. So wie das neue Jahr begrüsst werden will, so soll auch das alte Jahr in Dankbarkeit verabschiedet werden:  Bewährtes will zuversichtlich weitergeführt und Verhärtetes will losgelassen werden – wie in dieser Musik. Die Klänge, die wir gleich hören werden, nehmen Vieles von Vergangenem und Zukünftigem auf, lassen Sehnsüchten und Ängsten Raum, hinterfragen Überkommenes und sollen uns dankbar für das Vergangene und zuversichtlich für das Kommende stimmen. – E guets Neus!

Im Namen meiner MitmusikantInnen Marie-Louise und Pudi möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die sich mit uns zusammen auf das noch junge neue Jahr eingestimmt haben. Wir spürten eine wundervolle Offenheit und Konzentration und nehmen dies gerne als gutes Omen für uns alle im 2018.

Für mich persönlich war der Jahresstart gesundheitlich nicht optimal und ich musste mit verstopften Ohren und ständig laufender Schnoddernase meine letzten Reserven für das Konzert aufbieten. Aber wie so oft im Leben sind es widrige Umstände, welche beglückende Momente hervorbringen – in diesem Fall das beileibe nicht alltägliche Geschenk, dass die Menschen in der vollbesetzten Kirche ohne Aufforderung singend in unser Schluss-Zäuerli miteinstimmten – wow!

Hier ein kleiner Probenausschnitt


Neue CD «trans limen ad lumen» mit den Werken `Pert Em Hru` und `Tenebrae`

 


Wir freuen uns sehr, dass die CD «trans limen ad lumen» nun beim Schweizer Label «Divox» erschienen ist. Deren Chef  Wolfram Burgert hatte damals die Aufnahmeleitung: Die im Rahmen der St. Galler Festspiele 2011 als «Tanz in der Kathedrale» aufgeführte Musik «Pert Em Hru» wurde mit 47 Mikrofonen im «Auro 3D» System aufgenommen und für die CD auf einen  Stereo-Mix runtergemischt. Mitwirkende sind das Collegium Vocale sowie der Tablater Konzertchor (Einstudierung: Ambros Ott) unter der Leitung des 2016 leider verstorbenen Domkapellmeisters Hans Eberhard, sowie Marie-Louise Dähler  (Cembalo, kleine Chororgel), Pudi Lehmann (Gongs, Buk, Perkussion), David James (Countertenor) und PG (Violine, Violino d`amore). Choreografie und Leitung der Tanzkompagnie St. Gallen: Marco Santi. Mein Sohn Ramòn Giger hatte die Probenarbeit und die Aufführungen mit seinem Film-Team begleitet. Daraus entstand dann sein sehr persönlicher Dok-Film «Karma Shadub».

Als weitere Musik auf der CD sind Teile aus «Tenebrae»  für fünf Männerstimmen und Solo-Violine von Roman Rutishauser zu hören. Die Aufnahme stammt vom letzten Konzert der Tournee 2013/14  in der Kirche St. Laurenzen, St. Gallen. Mitwirkende: The Hilliard Ensemble, PG.

Mehr Infos

Die CD ist ab sofort im Fachhandel erhältlich, z.B. bei «Notenpunkt», Spisergasse 43, 9000 St. Gallen 071 220 30 80, oder per Mail an

 

 

 

 

 


Uraufführung «Rauhnächte»

Kloster am Himmalaya-Säntis Kopie

 

 

Der Kompositionsauftrag für das Sinfonieorchester St. Gallen hat mich lange und  intensiv beschäftigt. Nun haben wir das Stück «Rauhnächte» mit dem St. Galler Sinfonieorchester unter der Führung ihres Chefs Otto Tausk am 4. Februar 2016 in der Tonhalle St. Gallen uraufgeführt.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei euch wundervollen Musikerinnen und Musikern für die freundliche Aufnahme von meiner Musik und mir in euren Kreis. Durch euer grosses Können, gepaart mit euren offenen Herzen und inspiriert durch die eindrückliche Präsenz und Hingabe von dir lieber Otto, habt ihr die Partitur erst zum Leben erweckt.

Chläus: «Vergeltsgott!». Ihr als «Stäner-Schuppel» verkleideten Alpstein-Schamanen habt uns zusammen mit den fantastischen fünf Schlagwerkern mit perfektem Timing in die Ur-Traum-Zeit, in Unterbewusstseinsschichten geführt, welche zum Boden wurden, zu dem hin sich dann erst die Drei Weisen in stetig fallenden Tonfolgen verneigen konnten: Danke euch, Rosy  und Michel. Mit Oboe und Englischhorn fandet ihr im mäandernden Gespräch mit meiner Violino d`amore die perfekten Sikas für das naturtönig weit ausschwingende «Zäuerli mit Migrationshintergrund». Ihr liesst uns schnuppern an der animistischen Weisheit des kulturenverbindenden Traums, der sich am Ende der «Rauhnächte» zum Vogelschwarm verwandelt, sich auf einem Windstoss emporschwingt und ausschwärmt den magischen Kreis zu schliessen.

Danke auch euch vielen hörendfühlenden Menschen, die ihr auf eure Art innerlich mitmusizierend in der physisch wie energetisch vollen Tonhalle dieses Erlebnis nicht nur mit uns geteilt, sondern mitgetragen, ja mitgestaltet, und der Freude über die Resonanz von Aussen und Innen – mittels dieses ebenso faszinierenden wie auch seltsamen Klangs aufeinanderschlagender Handflächen – so begeistert Ausdruck verliehen habt.

Und ich danke herzlich dir, lieber Florian, dass du mir mit diesem Auftrag die Ehre gegeben hast.

Das Konzert wurde am 7. April um 20 Uhr auf Radio SRF2 gesendet.

Hier nun die Eindrücke von Peter Surber (der wieder das Unmögliche schafft, Musik mit Worten erahnen zu lassen) – erschienen im Online Kulturmagazin von «Saiten»:

Rauhnächte Saiten

http://issuu.com/konzertundtheaterst.gallen/docs/terzett_januar_2016

 

 


Bonus Musik-CD auf Segantini DVD

Die gesamte Musik die wir für den Segantini Film aufgenommen haben ist als Bonus CD der DVD beigelegt. Sie enthält über 60 Minuten Musik von J.S.Bach, W.A.Mozart und PG.

Für die Filmmusik hatten wir (PG und Marie-Louise Dähler, Cembalo, Orgel) die musikalische Leitung und das grosse Glück mit wundervollen Musikern und Musikerinnen zusammen arbeiten zu können: Carmina Quartett, Pudi Lehmann (Gongs, Perkussion), Franz Vitzthum (Countertenor), Peter Länger (Tonmeister).

Mehr Infos

Die CD mit DVD ist im Fachhandel erhältlich, z.B. bei «Notenpunkt», Spisergasse 43, 9000 St. Gallen 071 220 30 80, oder per Mail an